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Lebenslauf

Praxiserfahrung & Beruf

Sechs Monate durfte ich Art-Invest am Alten Wall 40 unterstützen, einem Entwicklungs- und Nachverdichtungsprojekt in der Hamburger Innenstadt mit Büros, Hotel, Wohnungen, Gastronomie und Einzelhandel. Der größte Teil meiner Arbeit lag in der Projektkoordination und im Planungsmanagement: Ich habe an Baustellenbegehungen und Bauherrenbesprechungen teilgenommen, Architektur- und Fachplanungen geprüft und kommentiert und Schnittstellen zwischen den Gewerken geklärt. Dazu kam das Vertragsmanagement für die technische Gebäudeausrüstung, die Fassade und den Innenausbau, von den Vertragsanlagen bis zur Teilnahme an den Verhandlungen. Auf der kaufmännischen Seite habe ich Ausbaukosten kalkuliert und an Mietangeboten und Präsentationen für Mietinteressenten mitgearbeitet. Überrascht hat mich vor allem, wie eng die technischen, vertraglichen und kaufmännischen Fragen zusammenhängen und wie viel an einem solchen Projekt davon abhängt, dass die vielen Beteiligten zu einer Verständigung kommen.

Baustelle des Projekts Alter Wall 40 in Hamburg, eingerüstet und von Kranen umstellt

Am Institut habe ich vor allem an einem Deep-Learning-Verfahren mitgearbeitet, das Lkw in Gewerbegebieten automatisch erkennen sollte. Dazu gehörten die Erhebung und Aufbereitung der Daten, der Test verschiedener Algorithmen und die Prüfung der Ergebnisse. Daneben habe ich Verkehrs- und Geodaten mit Python, R, QGIS und ArcGIS Pro ausgewertet und visualisiert und die englischsprachige Übung Mobility Research and Transport Modelling mitbetreut. Aus dieser Arbeit ist später meine Bachelorarbeit entstanden.

Vor Beginn des Studiums habe ich einige Wochen bei Perforator verbracht, einem Hersteller von Bohrtechnik. Ich habe dort technische Zeichnungen in CAD kennengelernt, war bei der Begutachtung von Baustellen dabei und habe die Inbetriebnahme einer Pressbohranlage miterlebt. Es war meine erste Begegnung mit einer echten Baustelle.

Nach dem Abitur habe ich bei Krolop & Gerst bei Videoproduktionen, Livestreams und Veranstaltungen mitgeholfen. Mit dem Bauwesen hat das nichts zu tun, aber der Umgang mit Kamera und Schnitt ist mir aus dieser Zeit geblieben.

In der Oberstufe habe ich ein Jahr an business@school teilgenommen, einem Schulprojekt der Boston Consulting Group. Wir haben in Gruppen Geschäftsmodelle analysiert, eine eigene Geschäftsidee entwickelt und daraus einen Businessplan erarbeitet. Es war das erste Mal, dass ich mich länger mit wirtschaftlichen Fragen beschäftigt habe.

Studium & Schulbildung

Im Master vertiefe ich Baubetrieb und Geotechnik sowie Innovation, Entrepreneurship and Marketing. Die ersten beiden Semester habe ich im Ausland verbracht: das Wintersemester 2025/26 an der TU Wien, wo viele Kurse als Blockseminare in kleinen Gruppen liefen, und das Sommersemester 2026 am Politecnico di Milano, wo ich auf Englisch studiert und Kurse zu Leadership und Innovation belegt habe. Den Abschluss plane ich für 2027.

Offene Galerieebenen im Inneren eines Universitätsgebäudes

Für das Wirtschaftsingenieurwesen habe ich mich entschieden, weil mich am Bauen von Anfang an auch die wirtschaftliche Seite interessiert hat, die ein reines Bauingenieurstudium weitgehend ausklammert. Der Bachelor hat beides nebeneinandergestellt: Mathematik, Statik und Baustoffe auf der einen, die wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen auf der anderen Seite. Die Bachelorarbeit über die Potenziale der bildbasierten Verkehrsanalyse ist aus meiner Arbeit am Institut für Stadtbauwesen entstanden.

Zwischen Abitur und Studium habe ich ein halbes Jahr am Lindenthal-Institut in Köln verbracht, einem Grundlagenprogramm mit Philosophie, Geschichte und Theologie. Ich wusste damals schon, dass es danach in die Ingenieurwissenschaften gehen würde, und wollte mir vorher Zeit für die Fächer nehmen, die in einem technischen Studium kaum noch Platz haben.

Meine Schulzeit habe ich in Köln verbracht, ab 2012 an der Erzbischöflichen Liebfrauenschule, an der ich 2020 mein Abitur gemacht habe.

Die ersten fünf Schuljahre habe ich an der St. George's International English School in Köln verbracht. Dass Englisch für mich heute fast wie eine zweite Muttersprache ist, kommt aus dieser Zeit.

Neben Studium und Praxisarbeit wird mein Weg maßgeblich durch meine persönlichen Interessen, Werte und mein ehrenamtliches Engagement geprägt.

Zur Person